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Indikation: Propranolol ist ein Betablocker zur Behandlung eines Bluthochdrucks, einer Angina pectoris oder Herzrhythmusstörungen oder zur Migräneprophylaxe, wirksam auch bei Long QT Syndrom (Went et al. 2021).
Wirkmechanismus: Propranolol ist ein nicht-selektiver Beta-Adrenozeptor-Antagonist, der sowohl Beta-1- als auch Beta-2-Rezeptoren kompetitiv blockiert. Durch die Blockade der Beta-1-Rezeptoren am Herzen wird die Wirkung von Katecholaminen wie Adrenalin und Noradrenalin gehemmt, was zu einer Senkung der Herzfrequenz, des kardialen Auswurfvolumens und des Blutdrucks führt. Die Blockade der Beta-2-Rezeptoren in der glatten Muskulatur hemmt die Vasodilatation und kann zu einer Erhöhung des Tonus der Bronchial- und Gefäßmuskulatur führen. Zusätzlich hemmt Propranolol die Reninfreisetzung in den juxtaglomerulären Zellen der Niere, was den RAAS-Signalweg (Renin-Angiotensin-Aldosteron-System) dämpft und den Blutdruck weiter senkt (Gelbe Liste).
Nebenwirkungen: Die häufigsten UAW von Propranolol sind Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden mit Durchfall, Erbrechen, Übelkeit oder Verstopfung sowie Müdigkeit, Schwindel und Schwitzen sind Beispiele für diese unerwünschten Wirkungen. Dazu kommen auch Unruhe, Nervosität, Verwirrtheit oder Schlafstörungen.