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Indikation: Clonidin ist zugelassen zur Behandlung von Hochdruckkrisen und Hochdruckfällen, sofern nicht durch ein Phäochromozytom bedingt, in denen eine orale Anwendung vorübergehend nicht möglich ist, wie z. B. bei bewusstlosen Patienten, und zur Einleitung einer stationären Behandlung bei entsprechend schwer beeinflussbaren Hochdruckfällen.
Wirkmechanismus: Clonidin ist ein Imidazolderivat, welches im ZNS vorwiegend die postsynaptischen alpha2-adrenergen Rezeptoren stimuliert. Dadurch kommt es zu einer Verminderung der Sympathikusaktivität bei gleichzeitiger Steigerung des Vagotonus. Beides führt zuerst durch Senkung der Herzfrequenz zu einer Reduzierung des Herz-Zeit-Volumens, später zu einer Herabsetzung des peripheren Gefäßwiderstandes. Die blutdrucksenkende Wirkung von Clonidin wird durch eine Verminderung der Reninfreisetzung unterstützt. Zusätzlich ist die Noradrenalinausschüttung durch präsynaptische Alpha2-Wirkung herabgesetzt.
Nebenwirkungen: Häufig bis sehr häufig sind Abgeschlagenheit und Müdigkeit, orthostatische Dysregulation wie Schwarzwerden vor den Augen beim Lagewechsel vom Liegen zum Stehen sowie Schwindel und Kollapsneigung in aufrechter Körperhaltung sowie Schlafstörungen und depressive Verstimmungen.
| Aktivität | aktiver Wirkstoff/Metabolit |
| ATC-Codes | C02AC01, N02CX02, N07BB06, S01EA04 |
| DrugBank | DB00575 |
| CAS | 4205-90-7 |
| PubChem | 2803 |