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Anwendung: Kratom werden multiple Anwendungsmöglichkeiten zugeschrieben. Schmerzlinderung, Sedierung, Entzündungshemmung, antipsychotische Aktivität, anxiolytische Aktivität, antidepressive Aktivität, antidenteives Potential und antidiabetische Aktivität. Als Kratom werden die Blätter des Baums Mitragyna speciosa Korth. bezeichnet, der in Südostasien heimisch ist und traditionell in Thailand und Malaysia verwendet wird. Kratom enthält Indolalkaloide wie Mitragynin und zahlreiche Analoga, welche an Opioidrezeptoren binden. Die Blätter wirken in niedrigen Dosen stimulierend und in hohen Dosen dämpfend und psychoaktiv wie Opioide. Kratom wird als Genuss- und Rauschmittel, zur Entwöhnung von Opioiden und als Stimulans eingesetzt (siehe Übersicht Wangmo et al. 2026). Kratom ist kein zugelassenes Arzneimittel. Die Pflanze ist nicht im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) gelistet, weshalb Erwerb und Besitz derzeit nicht strafbar sind. Es darf aber nicht als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden.
Wirkmechanismus: Entsprechend dem vielen möglichen Anwendungsbereichen werden Effekte auf multiple zentralnervöse Systeme beschrieben (Wangmo et al. 2026)
Nebenwirkungen: Typische unerwünschten Wirkungen sind Verdauungsbeschwerden, zentrale Störungen und Abhängigkeit.
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